Dabbing – Der Ratgeber zu Extrakten und Dabzubehör

Was ist Dabbing?

Unter dieser Art des Cannabiskonsums versteht man das verdampfen von Cannabisextrakten mit hohem Cannabinoidgehalt. Diese werden über verschiedene Wege hergestellt. Meist wird eine Ölpfeife, die Rig (Anspielung auf das amerikanische Wort Oilrig) benutzt um mithilfe eines Glastopfes und eines Bunsenbrenners das Öl zu inhaliert. Hier sollte auf die Dosierung geachtet werden, da man sich als Dab-Neuling relativ leicht überdosieren kann.

Seit wann gibt es Dabbing

Für viele Menschen ist der Begriff „Dabbing“ Neuland. Jedoch gibt es diesen Trend schon seit einigen Jahren hauptsächlich aber in den USA. Die ersten Dabs gab es bereits ab 2005 allerdings gab es noch keine Rigs stattdessen verwendete man das Öl als Bowltopper (Bongtopf) oder man rauchte „Knife-Dabs“. Diese Technik führte zu vielen Verletzungen insbesondere zu verbrannten Lippen deswegen raten wir stark davon ab.
Man nehme zwei Messer und nimmt mit einem seinen Dab, das andere legt man auf den Herd und erhitzt es. Danach führt man die zwei Messer zusammen und so „verdampft“ der Dab in der Theorie. Meist ist das Messer jedoch zu heiß und man raucht einen extrem heißen Dab, was sehr unangenehm werden kann

(YouTuber Customgrow420 bei der Knifedab Vorbereitung)

Das richtige Dabben wie man es heute kennt, gibt es erst seit der Erfindung der ersten richtigen Dabrig. Als Schöpfer gilt hier der amerikanische Glasbläser HMK wobei es hier keine gesicherten Beweise gibt.

Der richtige Hype um das Ölrauchen begann ab 2012 und zieht sich bis heute durch.
Von 2012 bis 2015 hat sich der Markt in Californien z.B. von 100% Blüten auf 50% Öl/ 50% andere Cannabisprodukte umgestellt (siehe Quelle 1).

Welche Formen von Extrakten/Konzentraten gibt es?

Live vs Cured Ausgangsmaterial

Es gibt von fast jeder Extraktform eine „live“ Version und eine „normale“. Live bedeutet dass das Öl aus frischen Blüten hergestellt wurde also direkt nach der Ernte verarbeitet wird. Der Geschmack gleich sich mehr dem Geruch der lebenden Pflanze an und ist die beste Repräsentation des Geruchsprofils.
Normale Extrakte werden aus getrockneten Blüten gemacht. Hier hat sich das Geruchsprofil stark verändert durch verschiedene Oxidationsprozesse.
Man sagt dass das Extrakt einen „runderen“ Geschmack hat im Vergleich zum sehr intensiven, fast schon stechenden des Live-Extrakts.

Badder

Diese sehr cremige Form der Konzentrate ist für viele zurzeit das Go-to Konzentrat wegen seines hohen Terpengehalts und der leichten Formbarkeit, welche das Rauchen von Donuts immens erleichtert.
Das Aussehen gleicht meist dem von Frosting (Kuchenglasur) und die Farben können von fast weiß bis leicht bräunlich reichen. Hier kommt es auf die Reinheit des Extrakts an.

Donutjoint mit Hash-Rosin Badder

Budder

Die Badder bzw Wet Badder unterscheidet sich durch ihre „Nässe“ von der Budder. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um Wasser sondern über die Terpene, welche sich vom THC-A teilweise „getrennt“ haben. Die Budder hingegen ist echt trocken und man erreich diese Konsistenz indem man einfach terpenreiches (bei tiefen Temperaturen gepresst z.B) bei Raumtemperatur stehen lässt ohne es umzurühren.

Sap bzw FreshPress

Wenn man frisches Flower Rosin presst und dies nicht weiter behandelt (umrühren etc) und der Terpengehalt es nicht buttern lässt, behält das Extrakt seine honigartigen Eigenschaften. Deswegen heißt es auch FreshPress. Diese Konsistenz macht es relativ schwer mit dem Öl zu arbeiten, da es sehr klebrig und flüssig ist. Oft hört man dass dies die purste Rosinform ist, da keine Terpene durch umrühren bzw Hitzeinwirkung nach der Pressung verloren gegangen sind.

Man kann es handhabbar machen indem man es ähnlich wie Toffee „zieht“, jedoch gehen hier dann einige Terpene verloren.

Diamonds & Sauce

Bei dieser Methode trennt man die Cannabinoide von den Terpenen und anderen Stoffen. Das kann sowohl mit Lösungsmitteln als ohne hergestellt werden. Stichwörter sind hier mechanische Separierung und Jar-Tech.
Die so erreichte Form des Extrakts ist zwar optisch ansprechend, aber weniger langlebig, da durch die Trennung der Komponenten mehr Oxidation stattfinden kann. (siehe Quelle 2)

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Shatter

Dieses Produkt wird in den meisten Fällen über Lösungsmittelextraktion hergestellt und ist eines der „simpelsten“ Extrakte, da es nur die normale BHO-Vorgehensweise erfordert. Leider ist dadurch auch die Menge an schlechtem Shatter auf dem Markt sehr groß. Dreckige (PPM Butan/Propan >1000) Extrakte werden hier mit Hilfsmitteln (CRC) aufgehübscht und als Premiumextrakt angepriesen. Deswegen sollte man stehts nachfragen ob das Produkt gepurged (Entfernung Lösungsmittel im Vakuumofen) wurde.

(Premium Shatter by @chiko44_extraction)

Crumble

Diese Form ist mittlerweile nichtmehr oft anzufinden, jedoch war sie vor einigen Jahren relativ verbreitet und verdient deswegen eine Erwähnung. Dieses meist durch BHO hergestellte Extrakt zeichnet sich durch seine dem Namen entsprechende Struktur aus, welche sich neben des Dabbings auch als praktischer Bowltopper bzw Joint Additiv eignet. Diese bekommt es durch die erhöhte Hitze bei der Extraktion oder whipping (umrühren) bei hohen Temperaturen.

Photo by Gina Coleman/Weedmaps

Wie werden Extrakte hergestellt?

Lösungsmittelextrakte:

Diese Extrakte werden mithilfe von Lösungsmitteln gewonnen. Die gängigsten Methoden sind hier:
Alkane: Stoffe wie Butan oder Propan werden hier mit hohem Druck durch eine Extraktionsröhre (Metall/Glas) geschossen in der sich ein Sieb+Material befinden. Die Pflanzenteile bleiben im Sieb hängen und das Öl wird mit dem Gas durchgedrückt. Diese sollten jedoch nur von Fachpersonal hergestellt werden, da sonst hohe Gefahren bei Herstellung und Konsum entstehen können.
CO2: Hier hat man einen ähnlichen Aufbau wie bei der Alkanextraktion allerdings benötigt man einen Hochdruckbehälter da das CO2 in den überkritischen Zustand übergehen muss um seine Extraktionswirkung zu erhalten. Danach kann das Extrakt einfach ausdampfen an der frischen Luft. Diese Technik ist viel sicherer da es weder explosiv noch besonders schädlich beim Rauchen ist.
Alkohol: Diese Methode benutzt man hauptsächlich für medizinische Extrakte und Tinkturen wie z.B Dronabinol. Vom Rauchen sollte man hier absehen, da man hier Laborequipment braucht um es so aufzureinigen, dass es unbedenklich wird. Man lässt das Material in organischem Alkohol wie Weingeist ziehen, durch den Alkohol bricht die Lipidschicht der Trichome und das Öl entweicht in die Lösung.

Solventless (Lösungsmittelfrei):

Konzentrate

Bei Konzentrate werden die Trichome der Cannabispflanze als ganzes gesammelt. Dieses extrem hochwertige Produkt wird auch Full-Melt genannt. Diesen Namen bekommt es dadurch dass man sie auch dabei kann da fast keine Pflanzenmasse enthalten ist und das Öl einfach verdampfen kann. Allerdings bleiben hier leicht schwarze Rückstände, welche sich aber mit Isopropanol und einem Q-Tipp entfernen lassen. Es wird auch als das die „purste“ Methode beschrieben mit der man Cannabis konsumieren kann. Hergestellt wird es über drysifting (trockene Buds werden auf einem Sieb vorsichtig gerieben und dann verfeinert) oder Bubblehash (Die Buds werden in einem Wasser+Eis-Bad getränkt und gerührt, dann wird das Wasser durch Siebsäcke gegossen und die Trichome abgeschöpft).

Mechanisches Separierungsprodukt

Die Rosintechnik ist den meisten durch den neuen Hype bereits bekannt sein. Hier benutzt man eine Presse oder ein Glätteisen um verschiedene Cannabisprodukt „auszuquetschen“. Durch die Hitze wird das Harz flüssig und der Druck separiert das Öl durch Siebtaschen von der Blattmasse. Wer mehr Information zum Thema haben möchte kann sich hier einlesen.
Diese mechanische Separierung von Öl aus den Trichomen hinterlassen je nach Reinheitsgrad ein wenig bis garkeine Rückstände im Banger. Das Rosin welches aus Full-Melt Hash hergestellt wird ist eines der besten Extrakte auf dem derzeitigen Markt

Was brauche ich zum Dabben?

Kurzübersicht

  • Rig (Ölpfeife)
  • Banger (Öltopf)
  • Dabtools (Tupfbesteck)
  • Torch (Bunsenbrenner) bzw E-Nail
  • Timer bzw Handy
  • Carb cap (Öltopfverschlusskappe)
  • Alkohol+Q-Tipps

Nützliche Dinge die aber nicht notwendig sind:

  • Dabmatte aus rutschfestem Material z.b Silikon
  • Q-Tipp Halter bzw Glas
  • Terpometer bzw Temptech
  • Carb cap Halter
  • Drop-Down Adapter
  • Terp Balls (Glaskugeln für den Banger)
  • Insert (Einlage für den Banger)
  • Transportkoffer

Auf die Pfeife kommt es an

Der beste Sprit bringt euch ohne ein Auto nichts. So ähnlich verhält es sich beim dabben. Rauchen kann man zwar mit billigen, schlecht verarbeiteten Rigs auch allerdings ist dies alles andere als optimal. Viele Leute wissen nicht wie wichtig eine gute Funktion ist. Hier gibt es viele verschiedene wie z.B Recycler, welcher durch eine Kombination von Schwerkraft und Glaskunst das Wasser, welches durch das Ziehen zum Mundstück bewegt wird, wieder zurück nach unten leiten. Hier entsteht der typische „Tornado“ welchen man in diesem Video gut beobachten kann.

Abgesehen von der Funktion ist auch die Glasdicke und die Übergänge der Einzelteile zu beachten. Bei sehr billigem Glas kann die Rig unten „schwitzen“, das Glas ist hier so dünn dass Wasser hindurch diffundiert.
Am besten kauft man direkt von einem Glasbläser oder wendet sich an Glasgallerien wie TYT Alternativ Caring als deutsche Version. Wer etwas mehr Auswahl möchte sollte sich bei den Jungs von Headstash in Barcelona umschauen. Hier gibt es sowohl eine internationale Glasauswahl mit Zubehör als auch eine Samenauswahl, welche spezifisch auf Hash Sorten ausgelegt ist.

Anfänger die noch wenig Erfahrung mit Glas haben sollten jedoch noch nicht eine für sie teure Rig kaufen, denn diese kann auch leicht mal hinunter fallen und brechen.
Des Weiteren sollte auf die Größe geachtet werden. Man kann zwar Bongs umfunktionieren, aber dafür verliert man einiges an Geschmack. Wir empfehlen kleine Rigs, denn man verdampft das Extrakt und benötigt deswegen die große Kühlfähigkeit einer Bong nicht, da sonst das Extrakt kondensiert und sich als „Reclaim“ in der Pfeife anlagert. Gleichzeitig bekommt man die maximale Dampfmenge was in einem intensiveren und effektiveren Dab führt. Der Putzaufwand ist zudem noch geringer und man kann seine Pfeife leichter transportieren.
Eine weitere Größe die man beachten sollte ist die Schliffgröße. Ähnlich zu Bongs gibt es verschiedene Anschlussgrößen und Formen. Logischerweise sind die etwas kleiner. Der typische Rig-Anschluss ist 14mm, bei kleineren Varianten und Bubblern sind 10mm häufiger vorzufinden. Als nächstes unterscheidet man zwischen „Female“ und „Male“ Anschlüssen.
Die erste Pfeife hat einen Female Anschluss den hier hat man eine Öffnung in die der Banger bzw der Vorkühler eingesetzt werden kann.

Diese Rig ist eine Male Version, da man einen Banger benötigt welcher mit diesem Anschluss kompatibel ist.

Der Banger bzw Nail wird wie eine Glashaube aufgesetzt. Man sollte stehts auf festsitzende Schliffe auch, da hier sonst die Funktion/Durchzug der Rig stark beeinflusst wird

Banger bzw Nail

Unserer Meinung nach ist der Banger für den Rauchgenuss fast noch wichtiger als die Rig, denn je nachdem wie gleichmäßig und lange er die Temperatur hält wird auch der Extraktgenuss besser. Dies gilt vorallem für große Dabs bei denen man sonst wieder aufheizen muss oder man einen E-Nail benötigt um das komplette Extrakt zu verdampfen.
Die Banger werden mittlerweile den Titannails vorgezogen aufgrund ihrer hohen Hitzbeständigkeit, Abwesenheit von giftigen, löslichen Stoffen und der geringen Hitzeübertragung auf die Rig.
Beim Kauf sollte auf die Verarbeitung und die Terperaturhaltefähigkeit geachtet werden.

Dabtools

Damit nicht die Hälfte des Dabs am Finger kleben bleibt sollte man Tupfbesteck aka Dabtools verwenden. Hier gibt es hunderte von verschiedenen Möglichkeiten jedoch haben sich Glas und Edelstahl bewährt. Wer eine robuste Variante möchte sollte zu einem Edelstahlmodell greifen. Wachswerkzeuge oder stumpfes Chirugiewerkzeug eignet sich ebenfalls.

 

Dabbing Tool Set
  • HÖCHSTE VERARBEITUNGSQUALITÄT
  • CHIRURGISCHER EDELSTAHL
  • WERKZEUGE MIT UNTERSCHIEDLICHER FUNKTION
  • FÜR JEDES EXTRAKT GEEIGNET
  • PERFEKT FÜR UNTERWEGS

Torch/Enail

Nun muss man den Banger aufheizen dies kann man mit einem Bunsenbrenner oder einem E-Nail bewerkstelligen. Ein speziell fürs Dabbing geschaffener Bunsenbrenner heißt Torch und sieht so aus.

Brenner für Creme Brulee oder ähnliche funktionieren zwar auch aber sind meist nicht für eine solch intensive Nutzung gebaut und haben meist auch recht kleine Gaskartuschen wodurch man oft nachfüllen muss.
Nun wird der Banger angeheizt bis zu einem gewissen Punkt und dann lässt man ihn auf die richtige Dab Temperatur abkühlen. Dies macht man entweder nach Gefühl, nach Zeit wenn man den Banger kennt oder mit einem Messgerät zu dem wir in einem späteren Kapitel noch kommen.
Eine Alternative dazu bietet der Email, hier wird meist eine Metallspule am Banger angebracht und Strom durchgejagt. Durch die Eigenschaften des Metalls erhitzt sich dies auf die eingestellte Temperatur. Es gibt Modell mit und ohne Bodenheizung, wobei wir stark zu einer Bodenheizung raten, da sich die Hitze ansonsten nicht so gleichmäßig verteilt.

 

Graveda E-nail Set

  • E-nail Set mit Zeit- / Temperaturwahl
  • Individueller Glas Banger mit 4 Schliffgrößen 
  • Exakte Temperatur- / Zeiteinstellung ermöglicht "low temp dabs"
  • Titan Coil mit 1,30 Meter Länge
  • Bubble Carb Cap ermöglicht ein effizientes Dampferlebnis

Hier wird die Temperatur anders als bei der Torch gleichmäßig gehalten allerdings ist er nur bedingt portabel.
Eine neue Alternative aus den USA bietet der GPen, dieser Vaporizeraufsatz für die Rig ist klein und passt in die Hosentasche. Der Akku ist dementsprechend aber nicht für sehr lange Sessions ausgelegt. Zudem ist das Keramik in der Dabkammer etwas porös und beim Dabben von z.b Diamonds n´Sauce kann es vorkommen dass die sehr flüssige Terpenlösung nicht richtig verdampft und man einen geschmacklosen THC-A Dab raucht.
Hier wäre ein Quarzeinsatz sehr empfehlenswert, welcher aber leider noch nicht auf dem Markt verfügbar ist.

Warum brauche ich eine Carb cap?

Drei Worte: stärker, schneller, einfacher. Um die Luft im Banger zu konzentrieren und den Luftstrom zu steuern verwendet man eine Carb cap. Hierdurch verringert man die Verdampfungstemperatur. Zudem verliert man hier weniger Extrakt in die Luft wenn man eine kurze Verschnaufpause vom Dab braucht.
Es gibt verschiedene Versionen, die meist benutzten sind jedoch die Bubblecap und Spinner Caps.

Dabmatte

Als Dabmatte kann man alles verwenden was rutschfest und groß genug für die Rig ist und am besten noch Platz für das restliche Zubehör bietet.
Am besten ist sie noch dick genug um ein etwas festeres Aufsetzen der Pfeife abzufedern.

Terpometer bzw Temptech

Woher soll man jetzt bei einem neuen Banger die perfekte Abkühlzeit bzw Dabtemperatur erraten? Das ist das häufigste Problem, welcher Anfänger haben und dadurch kommt es dann auch zu unschönen Erfahrungen wenn man viel zu heiß dabt. Zudem wird so einiges an Extrakt verschwendet was aufgrund des meist hohen Preises ziemlich ins Geld gehen kann. Das Terpometer ist eine sehr nützliche Innovation, wenn man keinen E-Nail verwenden möchte. Es vereint einen Dabber und ein Thermometer.

Eine Alternative dazu bietet das Temptech-Gerät, dies ist etwas robuster jedoch auch schlechter für unterwegs. Dieses lasergesteuerte Thermometer wird unter dem Banger platziert und misst dann die exakte Temperatur. Man muss aber zudem noch die Höhe der Rig bzw Banger mit der Höhe des Geräts abgleichen da das ganze relativ still stehen muss. Des Weiteren basiert das Temptech auf Infrarotmessung, welche bei Glas ziemlich ungenau ist. Alles in allem finden wir das Terpometer praktischer.

Drop-Down-Adapter

Wenn man sich eine sehr teure Rig zulegt ist es fast zu schade diese normal zu rauchen für die meisten. Jedoch finden wir dass eine Pfeife geraucht werden muss da es sonst Geldverschwendung ist. Um sich das häufige Putzen und Reclaimrückstände zu ersparen gibt es einen Adapter der wie ein Vorfilter fungiert. Man sollte hier entsprechend der Riggröße kaufen da es sonst die Standfestigkeit negativ beeinflusst. Man kann ihn auch als Anschlussadapter verwenden, wenn man z.B einen Male-Schliff auf der Pfeife hat aber auch einen Male-Schliff Banger besitzt.

Terpballs und Inserts

Diese kleinen aber praktischen Accessoires helfen dem Banger nochmal das Extrakt besser zu verdampfen. Die Terpballs funktionieren besonders gut in Kombination mit einer SpinnerCap, welche ihren Namen der synergistischen Funktion zu verdanken hat.

Durch den erzeugten Luftstrom beim ziehen drehen sich die Kugeln und verteilen das Extrakt gleichmäßig im Banger.
Eine andere Methode ist das Insert. Dieser Einsatz wird aus verschiedenen hitzhaltenden Materialien hergestellt. Es gibt Rubininserts für mehrere hundert Euro, jedoch wurde dies mittlerweile von SiC-Einsätzen abgelöst, welche die Hitze gleich gut halten und um einiges günstiger sind. SiC steht hierbei für Siliziumcarbid. Zudem wird die Oberfläche erhöht.

Transportbox

Der Punkt kann vernachlässigt werden, wenn man nur zuhause dabbt. Will man jedoch unterwegs dabben sollte man die Rig gut einpacken um unschöne Überraschungen zu vermeiden. Verwendet wird hier meistens ein Fotokoffer mit dicker Polsterung. Die bekannteste Marke ist hier das PELI-Case, welches jedoch extrem teuer ist. Man kann auch billigere Versionen mit fast dem gleichen Ergebnis verwenden. Wenn die Rig dann über 5000€ kostet sollte man sich aber dann doch überlegen in Qualität zu investieren.

Wie rauche ich Extrakte?

Normale Vorgehensweise

Vorbereitung ist alles deswegen sollte man als erstes alles vorbereiten und dafür sorgen dass die Sachen stabil stehen. Ein Getränk sollte auch bereitstehen, da die hoch löslichen Geruchsstoffe (Terpene) den Hals reizen können. Wenn nun die mit Pfeife mit Wasser gefüllt würde sollte man den Banger aufheizen. Mit einem E-Nail einfach die Wunschtemperatur einstellen und warten. Wenn man eine Torch verwendet erhitzt man den Banger bis er leicht rötlich zu glühen beginnt und wartet bis zum gewünschten Punkt. Kennt man seinen Banger nicht genau ist die Faustformel: 30 Sekunden aufheizen und 45-60Sekunden abkühlen lassen.
Danach den vorbereiteten Dab in den Banger tupfen und die Carb cap aufsetzen. Nun vorsichtig anziehen und testen wie der Hals mit dem Dab klarkommt. Mengenmäßig sollte man mit 0,05-0,1g je nach Qualität/Toleranz beginnen.
Temperaturen:

Low-Temp: 157-232°C Bestes Geschmackserlebnis, schonend für Hals und Lunge aber weniger stark. Die hohe Bandbreite an Temperatur ist dem Reinheitsunterschied von Extrakt geschuldet. Inhaltsstoffe wie Lipide „isolieren“ das THCA und sorgen damit für einen höheren Decarboxylierungspunkt (THCA -> THC = psychoaktiv). Dies ist auch der Punkt an dem wir das Extrakt rauchen möchten, da somit die kleinste Menge Degradationsprodukte (verbrannte Stoffe) aufgenommen wird. Diese Temperatur muss man jedoch ein wenig überschreiten wenn man eine Torch benutzt da der Banger abkühlt und somit nicht alles optimal verdampft werden würde. E-Nail Nutzer haben es da einfach, sie können einfach ein bisschen rumprobieren und dann die perfekte Temperatur einstellen.
Medium-Temp: 232-315°C sowohl guter Geschmack als auch starke Wirkung. Jedoch verbrennt hier schon ein gewisser Teil und sorgt für eine stärkere Reizung des Halses/Lunge.
High-Temp: 315-482°C Hiervon raten wir stark ab, denn es entwickelt sich sehr wenig Geschmack und es reizt den Hals extrem. Die Wirkung hingegen ist äußerst stark und sollte nicht unterschätzt werden.

Coldstart

Eine Alternative zum Abschätzen bzw Messgeräten ist der Coldstart-Dab. Hier platziert man das Extrakt zuerst im Banger und erhitzt ihn dann so lange bis das Extrakt anfängt zu verdampfen. Sobald es zu kochen anfängt sollte man aufhören da die Hitze immer etwas braucht um ins Innere des Bangers zu gelangen und somit kann man sich dann ausversehen einen High-Temp Dab verpassen. Dies kann vor allem für Anfänger unangenehm werden.

Lohnt sich Dabben?

Da gute Extrakte meist relativ teuer sind, stellen sich viele die Frage ob sich die Investition in das Equipment und die Extrakte lohnt. Solvent Extrakte beginnen bei 60€/g und solventless bei ca 80€/g. Dies entspricht theoretisch gesehen bei einem Ertrag von 20-25% bei Extrakten und einem Grammpreis von 12-15€/g einem Gegenwert von 4-5g Flower zu einem Gramm Dab. Das lohnt sich rein rechnerisch schon. Zudem sind der Geschmack und die Wirkung deutlich überlegen. Man nennt Extrakte auch die beste rauchbare Repräsentation der Pflanze vor allem wenn es sich um „live“ Extrakte handelt.
Zudem erhält man bessere medizinische Effekte, da man weniger schädliche Pflanzenmasse zu sich nimmt und das Extrakt verdampft wird anstatt geraucht.

Quellen:

  1. Future Cannabis Project/ Kevin Jodrey; „Cannabis Farmers Need to Expand Their Product Portfolio“;https://www.youtube.com/watch?v=OvWJr3I8uyE
  2. Cannabis Aficionado; „The Magic of Making Cannabis Diamond“;https://cannabisaficionado.com/wizard-stones/
  3. Leafly; „Dabbing 101: What is cannabis dabbing and how do dabs work?“;https://www.leafly.com/news/cannabis-101/what-are-cannabis-dabs-and-benefits-of-dabbing-marijuana; Titelbild
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