Rosin Bags – Welche Presstaschen benötige ich um Rosin zu extrahieren?

Bis vor einigen Jahren konnte der Normalkonsument Extrakte nur sehr schwer bekommen und unter gefährlichen Bedingungen selber herstellen. Stichwort BHO, welches meist durch Verwendung von hochexplosiven Butangaskartuschen zuhause angefertigt wurde . Wenn diese Technik nicht sachgemäß ausgeführt wird kann es zu schweren Unfällen kommen, wie zum Beispiel im Fall des Rappers Dr Knarf, welcher in seinem Tonstudio Butanextrakte herstellte.
Heutzutage gibt es leichtere Wege Dabs herzustellen. Rosin ist hier das Stichwort. Was es ist und wie man es hergestellt kann man hier nachlesen.
Um Pflanzenmaterial herauszufiltern benötigt man Presstaschen, was man hier beachten muss und wie man sie optimal benutzt haben wir in diesem Artikel festgehalten.

Wie entstanden Rosinbags?

Durch einen Zufall wurde in Amerika die Herstellung von Rosin entdeckt. Dies Presstechnik zur Extraktion von ätherischen Ölen gab es zwar in der Duftölindustrie schon lange allerdings wurde sie nicht auf Cannabis angewendet. Durch Adaption dieser Techniken wurden Filterbeutel erfunden um diese Extrakte von Pflanzenrückständen zu reinigen. Die ersten Rosinbags waren Teebeutel aus Nylon, welche umgestülpt und gepresst wurden.
Kurz darauf wurden sie ähnlich wie Kaffeefilter in Mikrongrößen bzw. μ eingeteilt, denn für verschiedene Sorten bzw Cannabisformen (Hash/Sift) benötigt man unterschiedlich große Öffnungen

Was sind Microngrößen?

Das Maß Micron (Abkürzung: u/μ) bezieht sich darauf wieviele Mikrometer eine Öffnung im Bag groß ist. Ein menschliches Haar ist z.b nur 50 Micron dick und alles unter 40 Micron ist mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Dementsprechend ist es wichtig einen professionellen Hersteller zu finden, welcher die Bags fachgerecht verpackt um Staubablagerungen und andere Verschmutzungen zu vermeiden. Zudem sollte man falls die Möglichkeit vorhanden ist die Bags vorher unter einem Mikroskop anschauen. Hier reicht eine Juwelierlupe oder ein Taschenmikroskop wie dies.

Wie muss ich mein Weed vorbereiten um es zu pressen?

Das Material sollte in Daumennagel große Stücke zerteilt werden, aber nicht durch den Grinder gejagt werden. Alle Stiele und sollten entfernt werden um Blowouts (Platzen der Bags) zu verhindern. Denn sobald man Druck appliziert können diese Löcher in das Bag stechen und somit zum auslaufen der Blattmasse führen.
Blätter ohne Trichome sollten ebenfalls entfernt werden, da hier anstatt des wertvollen Öls nur Chlorophyll ausgepresst wird, was das Extrakt beim Rauchen kratzig macht und einen „grünen“ Geschmack über das eigentliche Terpenprofil legt.
Es sollte zudem noch feucht genug sein, hier kann man die Blüten vorher in eine Dose mit einem 62% Feuchtepack legen und ein paar Stunden warten.

Wie benutze ich ein Rosin Bag?

Zunächst muss wieder beachtet werden, welches Material man presst. Bei Hash und anderen Konzentraten gibt es nur eine Option. Man füllt das Bag auf und drückt es handfest platt. Das entstehende Kissen kann dann gepresst werden. Hier sollte man beachten dass man den überstehenden Rand fest einknickt um zu Vermeiden dass Verschmutzungen in das Öl übergehen.
Bei Blüten kann man dann auch Alternativ noch die Bottletech-Methode verwenden. Bei dieser Packmethode nimmt man das Bag mit der Öffnung nach oben und stülpt die unteren zwei Ecken nach innen.

Dutchmans Rosin Room / https://www.420magazine.com/community/threads/dutchman’s-rosin-room.462262/?fbclid=IwAR2tMbnIqNIIzBsSulmghTLWjKl9heJy8r24zRPjgrJJBwnfSxy0rJ0eM8s

Danach befüllt man es mit Material und lässt 1-2cm oben frei. Alle Ecken sollten ausgefüllt sein und handfest angepresst werden. Nun biegt man den oberen Rand um ich stellt das Päckchen so aufrecht in die Presse. So erhöht man den PSI durch die geringere Druckauflagefläche und verringert gleichzeitig die Menge an Öl welche im Saum hängen bleibt.
Man sollte jedoch darauf achten hier hochwertige doppelt genähte Säcke verwendet sonst kann die Naht platzen.

 

Rosin Bags - Nylon Presstaschen
  • VERSCHIEDENE GRÖSSEN
  • DOPPELT GENÄHT
  • LEBENSMITTELECHTES NYLON:
  • HITZE-/DRUCKBESTÄNDIG
  • VERSCHIEDENE MASCHENWEITEN

Welche Rosinbags eignen sich für welches Material?

Hier gibt es viele Möglichkeiten. Je kleiner die angegebene Micronzahl desto höher ist die Filterwirkung. Wenn man jetzt zu große Löcher nimmt kann es zu dunklem, „dreckigen“ Extrakt kommen. Bei Hash gilt es eine Presstasche zu wählen die nicht größer als 50 Micron sind. Da es schon ein Konzentrat ist und man dementsprechend weniger raussieben muss kann man diese niedrige Micronzahl verwenden. Kleiner als 25 Micron braucht man bei normalem Extrakt nicht gehen außer man möchte ein reines THC-A Isolation pressen. Am besten startet man mit einem 36μ Bag und schaut ob die Qualität passend ist. Keine Sorge man kann das 36μ Material auch danach nochmal durch ein feineres Sieb pressen wenn die Qualität bei der ersten Pressung nicht passt.
Bei Blüten also dem unverarbeiteten Rohmaterial muss man weitere Maschen verwenden, da hier die Trichome teils auch in der Blüte sind und man somit mit Microns unter 70u unverhältnismäßig mehr Ertrag verliert als man an Qualität hinzubekommt.

Über 120μ lohnt es sich auch nicht zu pressen da zu viele Verschmutzungen in das Öl eintreten und es somit ungenießbar wird. Zwar kann man es danach mit einer kleineren Micronstärke aufreinigen jedoch geht dies auch einfacher wenn man gleich die richtige Größe benutzt.

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2 comments

  1. Good post. I’m facing a few of these issues as well..

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